Seiffert-Modell Kurzdossier

2. Das einseitige Kurzexposé

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Das Seiffert-Modell

Kurzexposé zur wissenschaftlichen Einordnung

Ausgangspunkt

Das Seiffert-Modell ist die systematische Darstellung eines über mehrere Jahrzehnte entwickelten persönlichen Erkenntnis- und Praxisweges. Es entstand nicht aus einer zunächst formulierten Theorie, die anschließend auf die Praxis angewendet wurde. Vielmehr wurde ein wiederkehrendes Muster aus praktischen Erfahrungen, Erkenntnisarbeit, Intervention und Rückkopplung schrittweise erkannt und anschließend theoretisch expliziert.

Grundstruktur

Erfahrung / Problem → Beobachtung → multiperspektivische Prüfung → Retroduktion → Synthese → Handlung / Intervention → öffentliche Rückkopplung → Dokumentation → neue Erkenntnis

Die einzelnen Elemente sind nicht als neue Erfindungen zu verstehen. Für wesentliche Bestandteile bestehen wissenschaftliche Vorläufer. Der mögliche eigenständige Beitrag liegt vielmehr in ihrer Verbindung zu einer langfristigen, persönlich getragenen und domänenübergreifenden Erkenntnis- und Handlungspraxis.

Wissenschaftliche Fragestellung

Die zentrale Frage lautet:

Gibt es einen bestehenden wissenschaftlichen Ansatz, der diese Elemente in einer vergleichbaren Gesamtarchitektur und mit vergleichbarer Reichweite bereits beschreibt?

Eine vorläufige Prior-Art-Prüfung hat zahlreiche Überschneidungen mit Abduktion/Retroduktion, Erfahrungslernen, Reflective Practice, Action Research und Double-Loop Learning ergeben. Ein unmittelbarer 1:1-Vorgänger der gesamten beschriebenen Architektur konnte bislang nicht identifiziert werden. Diese Aussage wird ausdrücklich als vorläufige Forschungshypothese, nicht als Beweis weltweiter Neuheit verstanden.

Empirische Grundlage

Die Entstehung und Anwendung des Modells wird anhand zahlreicher über Jahre dokumentierter Projekte rekonstruiert. Ein exemplarisches Fallbeispiel ist die „Fahndung 2.0“. Weitere Fallbeispiele und die Projektübersicht sind online zugänglich.

Anliegen

Das Modell soll nicht primär akademisch zertifiziert werden. Ziel ist vielmehr, das aus jahrzehntelanger Praxis entstandene Verfahren

  • wissenschaftlich einzuordnen,
  • gegenüber bestehenden Ansätzen kritisch abzugrenzen,
  • auf seine mögliche Eigenständigkeit zu prüfen,
  • hinsichtlich seiner Übertragbarkeit und Wirksamkeit weiter zu untersuchen und
  • dauerhaft für Öffentlichkeit und Wissenschaft zu dokumentieren.

Offene Forschungsfragen

  1. Welche unmittelbaren Vorläufer gibt es?
  2. Wie lässt sich die historische Entstehung des Modells belegen?
  3. Welche Teile sind unabhängig dokumentierbar?
  4. Ist die Gesamtarchitektur auf andere Kontexte übertragbar?
  5. Lässt sich ihre Wirksamkeit empirisch untersuchen?

Dokumentation:
[Seiffert-Modell / Dossier]
[Fallbeispiele]
[Projektübersicht]
[Erkenntnisweg]

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