Fahndung 2.0 – Erste grosse private Twitter-Fahndung in Deutschland

Erste grosse private Twitter-Fahndung in Deutschland

Beitrag vom 06.12.2012 mit einigen aktuellen Erläuterungen am Schluss

Tathergang

Mein Sohn, der Software-Entwickler Bernd Seiffert, wurde am 28.04.2010 in Mönchengladbach – als er auf seinem Fahrrad fuhr – von einem Mercedes- Sprinter mit hoher Geschwindigkeit erfasst und gegen/auf einen Steinpoller geschleudert.

Es hätte Jeden – der da zu der Zeit vorbeigefahren wäre – treffen können!

(Der schreckliche Ort: die vierspurige Gladbacher-Straße mit Mittelstreifen und Scheinwerferwagen (Polizeifoto))

Express: „Der Radler war in Richtung Innenstadt unterwegs, als er von hinten touchiert wurde. Der Verkehrsrowdy flüchtete weiter in Fahrtrichtung. Die Unfallstelle befindet sich in Höhe Kothausen gut 100 Meter vor der Einmündung St.-Christophorus-Straße in Dorthausen. Dort war der 26-jährige aus Aachen stammende Mann von Verkehrsteilnehmern aus Krefeld gegen 0.50 Uhr entdeckt worden.“

Bernd Seiffert lag 10 bis 20 Minuten am Unfallort, bis er durch sein Winken entdeckt wurde. Diese Zeit hätte nach meiner Meinung ausgereicht, um sein Leben zu retten, denn er wäre entsprechend früher ins Krankenhaus gekommen und seine Verletzungen hätten nicht zwangsläufig tödlich sein müssen.

Der Fahrer Michel M. entfernte sich vom Tatort ohne sich um den Schwerstverletzten zu kümmern. Mein Sohn – der noch einige Zeit bei vollem Bewußtsein war – verstarb er erst einige Stunden nach einer Notoperation.

Fahndung

Nach dem tödlichen Verkehrsunfall mit Flucht hatte die Polizei in Mönchengladbach am 28.04.2010 eine Ermittlungskommission gebildet. Neben den Fachleuten der dortigen Unfallfluchtfahndung und des Verkehrskommissariates sind auch Beamte der Mordkommission und des Erkennungsdienstes zu dem insgesamt 14-köpfigen Team zusammen gefasst worden. Mit der Leitung wurde der erfahrene Leiter von Mordkommissionen, Kriminalhauptkommissar Friedhelm Schultz, beauftragt.

(Bernd Seiffert)

Nach den Erkenntnissen der Fahnder handelte es sich bei dem Fahrzeug des Flüchtigen um einen Mercedes-Transporter Typ „Sprinter“ oder um einen weitgehend baugleichen VW „Crafter“. Fahrzeugteile, die an der Unfallstelle sichergestellt wurden, konnten diesen Fahrzeugtypen zugeordnet werden. Die Teile werden seit 05/2006 an diesen Fahrzeugen angebaut. Infrage kamen sämtliche Modellvarianten: geschlossener und offener Kastenwagen sowie offene Pritsche. Die Fahnder suchten ein solches Fahrzeug an dem der rechte Außenspiegel fehlt.

(Bernd Seiffert)

Das Interesse in den Medien (Fernsehen, Radio, Zeitungen und in den Internet-Netzwerken) war wegen der besonderen Tragik und wegen meiner ständigen Information über die Vorgänge in den neuen Medien (Twitter und Facebook) sehr groß. So etwas hatte es bisher noch nicht gegeben. Ein Privatmann, der eine große, internationale Fahndung initiiert, war etwas Neues. Einige Zeitungen und Fernseh- Sender hatten auch meine Twitter-Meldungen aboniert.

Es wurde ausführlich und über einen ungewöhnlich langen Zeitraum hinweg in den diversen Tageszeitungen, Illustrierten, Internet-Nachrichtendiensten sowie verschiedenen Fernseh- und Radio-Nachrichtensendungen über das tragische Geschehen berichtet. Von Mitte 2010 bis Ende 2012 wurde sehr intensiv berichtet. Der letzte größere Beitrag war im Jahr 2017 in der Rheinischen Post. 

Seit ca. 17 Jahren nutze ich meine Lieblingsplattform, das Internet-Netzwerk „X, früher Twitter“. Seit über 17 Jahren bin ich – gemessen an der Anzahl meiner  Leser, die meine Nachrichten aboniert haben – einer der größten privaten deutschen Twitterer.

 

Nachdem ich – in meiner Verzweiflung – als „Twitter-Urgestein“ und Twitterer der ersten Stunde (@SunnyRainer) meine damals, mit meinem betrieblichen Account @ADH_Consult zusammengerechnet, ca. 380.000 Twitter-Freunde benachrichtigt hatte, wurde in dem Netzwerk Twitter ein wahrer Sturm an „Retweets“ ausgelöst, welche meine „Fahndungsanfragen“ in ganz Deutschland und in der Welt verbreitet haben.

In den Twitter-Fahndungsmeldungen habe ich über die tödliche Fahrerflucht in Mönchengladbach informiert und danach gefragt, wer einen Mercedes-Sprinter Kleinlaster mit fehlendem rechten Seitenspiegel gesehen hat. Ferner habe ich dabei die Telefonnummer der Sonderkommission angegeben.

Durch die Meldungen in Twitter, die über einen Zeitraum von mehreren Tagen und zusätzlich in einer Ringfahndung mit Städtenamen der größeren Städte im Umkreis von 1.500 Kilometern verbreitet wurden, in Verbindung mit einem Multiplizierungs-Effekt, war es möglich, die öffentliche Aufmerksamkeit über vier Tage hinweg aufrecht zu erhalten.

Der Sprecher der Polizei sagte, dass noch nie zuvor bei einer Fahrerflucht so viele Hinweise eingegangen sind.

Die Tatsache, dass über den Fall so lange in den Medien berichtet wurde, führte schließlich auch zum Erfolg. Nach fast vier Tagen wurde der Täter festgenommen.

Später habe ich erfahren, dass das FBI und die Polizei in den USA schon seit einiger Zeit in Twitter nach Verbrechern fahndet.

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Express vom 03.05.2010: „Nach dem ersten Schock war für Seiffert klar: „Den muss ich finden.“ Und das wollte er nicht nur der einberufenen Mordkommission überlassen. Seiffert zum EXPRESS: „Ich wäre sonst verrückt geworden.“

Deshalb nutzte Seiffert den Internet-Nachrichten-Dienst „Twitter“. Er schickte dort seit Donnerstag jede Stunde Nachrichten hin, fragte 380.000 (!) Nutzer nach Hinweisen. ………….“

Ermittlungs-Leiter Friedhelm Schultz: „Wir bildeten eine Kommission aus Mord-Ermittlern, Unfall- und Spurenexperten. Das Hinweis-Aufkommen war riesig, dank vieler Medien, auch Twitter.“ Das zeigte Wirkung: Ein Zeuge meldete nach dem Unfalltag einen beschädigten Sprinter und kannte auch den Fahrer.“

Festnahme

Am 02. Mai 2010 habe ich erfahren, dass der Todesfahrer von der B57 bei seiner Festnahme – auch nachdem er ohne Fahrerlaubnis einen Menschen totgefahren hatte – mit Bier hinterm Steuer und mit 0,74 Promille in einem anderen Auto gefasst wurde.

Bei der Presse-Konferenz am 03.05.2010 hat die Polizei darüber informiert, dass Michel M. seine Fahrerlaubnis bereits vorher verloren hatte und ohne Führerschein fuhr. Da er meinen Sohn liegen ließ, um seine kriminelle Tat zu vertuschen, wurde Haftbefehl wegen versuchtem Mord und fahrlässiger Tötung erlassen.

RP-Online, 06.05.2010: „Michel M. sitzt mittlerweile in Untersuchungshaft wegen fahrlässiger Tötung und versuchten Mordes. Doch möglicherweise haben sich noch mehr schuldig gemacht. Zwar gingen bei der Ermittlungskommission bereits neue Hinweise ein, die den Abend vor der Tat betreffen. Trotzdem sucht die Polizei noch weitere Zeugen. Sie fragt: Wo hat sich Michel M. in der Zeit von Dienstag, 27. April, 19 Uhr, und Mittwoch, 28 April, 17 Uhr, aufgehalten? Hatte er Alkohol getrunken? Und: War er in Begleitung? Geklärt werden soll auch noch die Frage, was mit dem Unfallauto, einem dunkelgrauen Mercedes Sprinter, nach dem Unfall (28. April, 0.50 Uhr, bis 1. Mai,15.30 Uhr) genau geschah. Sicher ist, dass jemand die Unfallspuren reparierte. So ist beispielsweise ein beschädigter rechter Außenspiegel ersetzt worden. Die Polizei hatte den Wagen in einer Halle nahe der Trabrennbahn gefunden.

Auszug aus Verlautbarung bei der Polizei-Pressekonferenz: „Anhand von Rückspiegel-Splittern am Unfallort stellten wir fest, dass der Unfallwagen ein Mercedes- oder VW-Transporter sein musste“, sagt Hauptkommissar Friedhelm Schultz von der Mönchengladbacher Polizei. „Dann bekamen wir einen Hinweis, dass M. am Unfalltag alkoholisiert mit einem Mercedes-Sprinter unterwegs war.“ Ein weiterer Hinweis brachte die Beamten zum Unfallwagen. Schultz: „Er stand in einer Halle, hatte Unfall-Spuren. Der rechte Spiegel war neu. Reste des alten fanden wir im Container.“ Plötzlich fuhr M. an der Halle vor. Schultz: „Er hatte getrunken. Eine Flasche Bier lag im Auto.“ Der ledige Dachdecker gab alles zu. „Angeblich war er unterwegs, um Zigaretten zu kaufen. Dann bemerkte er den Aufprall, erkannte einen Radler. Aber weil er keinen Führerschein hatte, flüchtete er.“

Ich danke den Hinweisgebenden und den Ermittlungsbehörden dafür, dass sie den Täter so schnell ermittelt haben. Für die überwältigende Unterstützung bei dieser großen Fahndungsaktion und für die wertvollen und unzählbaren Beileidsbekundungen bin ich ebenfalls sehr dankbar.

Aktuelle Erläuterungen von 2026:

Der Fall gilt heute als historischer Wendepunkt, an dem die sozialen Medien die Kriminalistik überholten und den Staat zwangen, seine Ermittlungs- und Kommunikationsstrategien grundlegend zu digitalisieren.

Die von mir eingeleitete Fahndung war eine Geburtsstunde der sogenannten „Fahndung 2.0“ in Deutschland. Es war der Startschuss dafür, dass deutsche Polizeibehörden eigene Social-Media-Teams aufbauten, um die „Fahndung2.0“ fortan selbst zu lenken.

Deshalb war meine Twitter Fahndung in Deutschland die erste aber wohl auch die letzte in diesem Format.

Diese Fahndung war tatsächlich auch die ersten große „Echtzeit-Crowdsourcing“-Aktion dieser Art in Deutschland.

Nie zuvor gab es bei einer Fahrerflucht – laut Polizeisprecher nicht zuletzt durch Twitter – so viele Hinweise bei der Polizei. Dann wurde der Täter nach vier Tagen gefasst und wegen fahrlässiger Tötung und versuchten Mordes zu 9 Jahren Haft verurteilt.

Die Reaktionen internationaler Medien und Institutionen auf meine digitale Arbeit konzentrierten sich primär auf den Präzedenzfall-Charakter meiner „Fahndung 2.0“. Da es sich weltweit um eines der ersten Male handelte, bei dem ein privates Opfer via Kurznachrichtendienst eine koordinierte, globale Ermittlungswelle lostrat, stieß die Kampagne auf großes Interesse jenseits deutscher Grenzen.

Fokus der internationalen Wahrnehmung

Fallstudie für digitales Crowdsourcing: Internationale Tech- und Medienplattformen griffen den Fall als Paradebeispiel dafür auf, wie soziale Netzwerke die klassische, staatlich gelenkte Polizeiarbeit ergänzen oder gar beschleunigen können.

Grenzüberschreitende Relevanz: Da der Unfallverursacher potenziell ins Ausland hätte flüchten können, wurde meine systematische Verteilung von Fahndungshinweisen in Form einer Ringfahndung auch in englischer Sprache in europäischen Nachbarländern (besonders in den nahen Niederlanden und Belgien) medial aufgegriffen, um die dortige Bevölkerung zu sensibilisieren.

Wissenschaftliche Rezeption: Neben journalistischen Medien fand mein Vorgehen Eingang in internationale akademische Abhandlungen über Kriminologie und Krisenkommunikation. Untersucht wurde vor allem das Spannungsfeld zwischen privater digitaler Spurensuche („Online Vigilantism“) und behördlicher Ermittlungskompetenz.

Die Behörden erkannten durch meine Fahndung, dass die sozialen Netzwerke eine enorme Hebelwirkung und Reichweite besitzen, die Plakatwände oder klassische Zeitungs-Aufrufe längst übertreffen. Sie nutzen Social-Media-Plattformen heute selbst ganz gezielt und routiniert für digitale Fahndungen.

Meine Suche war von der Fahndungssendung Aktenzeichen XY ungelöst von Eduard Zimmermann inspiriert. Sie sollte und musste in enger Kooperation mit den Behörden erfolgen. Mit den nun vorhandenen technischen Möglichkeiten war es aber jetzt möglich, nicht im Wochen-Abstand, sondern im Minuten-Abstand zu fahnden.

Unterschiede zu XY und Weiterentwicklung:

• Traditionell (XY): Passive, einmalige Präsentation in der Sendung → Hinweise per Telefon/Post.

• Meine Fahndung 2.0: Aktives, permanentes Crowdsourcing in Echtzeit, virale Verbreitung durch Retweets und gezieltes Targeting.

Die Fahndung lief in enger Kooperation mit der Polizei, genau wie bei XY-Aufrufen. Meine Aktion erfolgte bewusst in diesem Geist – aber sie wurde mit den neuen technischen Möglichkeiten des Internets revolutioniert.

Zusammengefasst: „Aktenzeichen XY“ lieferte das konzeptionelle Vorbild (öffentlicher Zeugenaufruf in enger Abstimmung mit den Behörden). Ich machte daraus die digitale, sofort wirksame Variante – den Startschuss für die moderne polizeiliche Social-Media-Fahndung.

Die Fahndung erfolgte also komplett in Absprache und als Koopertion mit der Polizei und Staatsanwltschaft. Dabei hatte ich primär nach dem Fluchtfahrzeug und nach Zeugen gesucht, die in der fragliche Nacht etwas auf der Gladbacher Straße gesehen hatten. Ich hatte keine Klarnamen, private Adressen oder Fotos von konkreten Tatverdächtigen ins Netz gestellt. Alle Meldungen sollten an die Telefonnummer der Polizei (14 köpfige Ermittlungskommission) weitergeleitet werden.

Die Folgen

Durch meine Fahndung kam ein Kultureller und strategischer Wandel

• Von reaktiver zu proaktiver Kommunikation: Die Polizei geht nicht mehr nur auf Presseanfragen ein, sondern kommuniziert direkt und transparent mit der Öffentlichkeit.

• Crowdsourcing von Hinweisen wurde normalisiert (Zeugenaufrufe, Fahrzeug- oder Täterbeschreibungen).

• Es entstanden Leitlinien zum Umgang mit Social Media (z. B. Umgang mit Falschmeldungen, Blocken von Trollen, Löschfristen für Fahndungsaufrufe).

Die goldene Regel der Polizei: als direkte Konsequenz aus der Debatte gilt heute die strikte Vorgabe der Sicherheitsbehörden: das Teilen von offiziellen polizeilichen Fahndungs-Links ist ausdrücklich erwünscht.

Rechtliche Konsequenzen für Raser

Das in dem Fahrerfluchtprozess mit mir als Nebenkläger in Mönchengladbach erwirkte Urteil von 9 Jahren Freiheitsstrafe wegen fahrlässiger Tötung und Mordes durch Unterlassen hatte eine Signal-Wirkung vor den Raser- Gesetzen.

Auch nach der Festnahme des Täters blieb ich viele Jahre lang durch meine öffentliche Advocacy ein Gesicht im Kampf gegen illegale Autorennen und gegen Raser als wichtige Stimme in der Justizdebatte. Ich kritisierte öffentlich zu milde Urteile gegen Raser und das Phänomen von Wiederholungstätern.

Meine Aktionen und Stellungnahmen waren auch eine konkrete Vorarbeit und ein Kathalysator für den gesellschaftlichen und medialen Druck, der den folgenden Reformprozess im Strafrecht mit ins Rollen brachte.

Seit diesem Fall hat sich die Rechtsprechung in Deutschland bis zum Jahr 2017 fundamental verändert. Damals wurden Raser selbst wenn Menschen sterben, oft nur wegen fahrlässiger Tötung mit milder Bewährugs-Strafe oder kurzen Haftstrafen belegt.

https://rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/der-taeter-ist-frei-aber-wir-leiden-weiter_aid-20999753

Gesetzesreformen: Die Raser-Gesetze

Heute greift die deutsche Justiz durch eine zweigleisige Verschärfung im Gesetzbuch drastischer durch, Rennen wurden zur Straftat. Der Paragraph 315 D StGB wurde eingeführt. Verursacht ein Raser den Tod eines Menschen, drohen laut Gesetz bis zu zehn Jahren Freiheitsstrafe. Richter können das genutzte Fahrzeug dauerhaft beschlagnahmen und einziehen. Selbst wenn es dem Täter nicht selbst gehört, auch wer ohne Absprache mit anderen rücksichtslos und mit grob verkehrswidrig Absicht rast, um die Höchstgeschwindigkeit seines Autos auszutesten, fällt unter dieses Gesetz.

Die milde Justiz, gegen die ich damals noch ankämpfen musste, ist heute Geschichte. Wer heute an illegalen Autorennen teilnimmt und Menschenleben gefährdet, steht mit einem Bein im Gefängnis.

https://www.aachener-zeitung.de/region-nrw/fahndung-uber-twitter-rainer-seiffert-sucht-betrunkenen-raser/3189947.html?utm_medium=referral&utm_campaign=share

Auch Jahre nach der Tat blieb der Fall im öffentlichen Bewusstsein: Im Jahr 2015 gab es ein breites Medienecho in Mönchengladbach, als der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) ein Geister- Fahrrad an der Unfallstelle aufstellte, um dauerhaft an Bernd Seiffert und die Gefahr durch Alkohol am Steuer zu erinnern.

Pollererlass

Da Bernd Seiffert von dem Fahrerflüchtigen gegen einen Poller geschleudert wurde und deshalb starb, plädierte ich öffentlich auf dem Gedenkblog und in Interviews unermütlich mehrmals im Jahr seit 2010 für deren Abbau. Diese Impulse stehen im Zusammenhang mit der Änderung geltenden Rechts in Nordrhein-Westfalen. Das Landesverkehrsministerium hat am 17.01.2024 den sogenannten „Poller-Erlass“ auf den Weg gebracht, der im März 2024 bekannt gemacht wurde. Dieser verpflichtet die Städte und Kommunen in NRW explizit dazu, bestehende Poller und Umlaufsperren auf Radwegen streng zu überprüfen und weitestgehend abzubauen. Somit werden, wie von mir seit Jahren gefordert, die Poller in der Gladbacher Strasse in Mönchengladbach abgebaut und nicht nur dort.

https://fahrerflucht.wordpress.com/poller-in-monchengladbach/

https://rp-online.de/nrw/staedte/moenchengladbach/geisterfahrrad-fuer-getoeteten-bernd-seiffert_aid-22078117

Weitere ausführlichere Informationen über den Fall können Sie dem speziellen – an die geänderten rechtlichen Vorschriften angepassten- Fahndungs- Blog entnehmen: http://fahrerflucht.wordpress.com/

Hier habe ich einige ausgewählte Links zu Presse-Meldungen eingefügt. Es handelt sich – um den Rahmen nicht zu sprengen – nur um einige Links zu Tageszeitungen. Berichtet wurde aber auch bei vielen Internet-Plattformen, bei den wesentlichen Radio-Programmen, den wesentlichen Fernsehsendern und in Illustrierten:

Hinweis: Nach Ablauf von etlichen Jahren funktionieren viele Links nicht mehr. Deshalb habe ich eine eigene Seite mit noch funktionierenden Links erstellt.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=ZiUzBuOGVfQ

http://www.an-online.de/lokales/euregio-detail-an/1934064?_link=&skip=&_g=Fahndung-ueber-Twitter-Rainer-Seiffert-sucht-betrunkenen-Raser.html

http://www.az-web.de/lokales/euregio-detail-az/1934064?_wo=Lokales:Euregio&_link=&skip=&_g=Fahndung-ueber-Twitter-Rainer-Seiffert-sucht-betrunkenen-Raser.html

http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/moenchengladbach/nachrichten/todesfahrer-scheitert-mit-revision-1.2640226

http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/moenchengladbach/nachrichten/toter-radfahrer-neue-blumen-und-kerzen-1.2514076

http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/moenchengladbach/nachrichten/fuer-mich-war-es-mord-1.2507757

http://www.an-online.de/lokales/euregio-detail-an/1838695?_link=&skip=10&_g=Prozess-um-toten-Radfahrer-wird-teilweise-neu-aufgerollt.html

http://www.rp-online.de/niederrhein-sued/moenchengladbach/nachrichten/tod-eines-radfahrers-fall-erneut-vor-gericht-1.2487544


http://www.westdeutsche-zeitung.de/index.php?redid=1015308


http://www.wz-newsline.de/?redid=1017276


http://www.an-online.de/lokales/aachen-detail-an/1481618?_link=&skip=&_g=Neun-Jahre-Haft-fuer-Autofahrer-wegen-versuchten-Mordes.html


http://www.express.de/regional/duesseldorf/-urteil-ist-ein-schlag-ins-gesicht-/-/2858/4896708/-/index.html


http://www.express.de/regional/duesseldorf/9-jahre-haft-fuer-den-todesfahrer/-/2858/4895238/-/index.html


http://www.bild.de/BILD/regional/duesseldorf/aktuell/2010/12/04/betrunken/9-jahre-knast-fuer-totraser.html


http://www.shortnews.de/id/829966/Moenchengladbach-Polizei-fasst-fluechtigen-Autofahrer-nach-toedlichem-Unfall


http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Lange-Haft-fuer-Dachdecker_aid_938235.html


http://www.radio901.de/aktuell/regionale-nachrichten/


http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Gutachten-Dachdecker-soll-in-Therapie_aid_936335.html


http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Toter-Radfahrer-Gab-Dachdecker-die-Tat-zu_aid_930863.html


http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Toter-Radfahrer-Geschaeftsfrau-erkannte-den-Angeklagten_aid_928298.html


http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Prozess-Der-Dachdecker-sagt-nichts-mehr_aid_925606.html

http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Prozess-Tod-eines-Radfahrers_aid_923217.html

http://www.express.de/regional/duesseldorf/mann-fand-todesfahrer-des-sohnes-im-internet/-/2858/2648332/-/index.html

http://www.express.de/regional/duesseldorf/todesfahrer-von-b57-sass-bei-festnahme-mit-bier-hinterm-steuer/-/2858/2647600/-/index.html


http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Tausende-Mails-zu-Fahrerflucht_aid_853121.html


http://www.bild.de/BILD/regional/duesseldorf/aktuell/2010/05/04/das-ist-der-todesfahrer/er-war-betrunken-und-hatte-keinen-fuehrerschein.html


http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Familie-des-getoeteten-Radlers-will-gerechtes-Urteil_aid_853930.html


http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Todesfahrt-Hatte-Michel-M-einen-Beifahrer_aid_853416.html


http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Unfallfahrer-im-Gefaengnis_aid_852070.html


http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Opfer-Muss-ich-sterben_aid_851186.html


http://gefangener-engel.de/?p=11602


http://www.rp-online.de/niederrheinsued/moenchengladbach/nachrichten/Michel-M-war-vor-der-Todesfahrt-bei-einer-Party_aid_854119.html


http://www.bild.de/BILD/regional/duesseldorf/aktuell/2010/04/30/unfallflucht-opfer-fragte/muss-ich-jetzt-sterben.html


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5 Responses to Fahndung 2.0 – Erste grosse private Twitter-Fahndung in Deutschland

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