Top-Twitterer / Twitter – Die neuen Medien

Das neue Medium

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Nichts bleibt wie es ist, auch nicht unser Kommunitationssystem und nicht unsere Medienlandschaft. Die technische Entwicklung schreitet immer schneller voran. Der Wandel zur digitalen Gesellschaft und die freie Kommunikation stellen einen enormen Entwicklungssprung dar. Immer mehr Leute – insbesondere Junge – wenden sich von den alten Medien ab, bedienen sich für ihre Information nicht mehr der Zeitungen, Radiomeldungen oder Fernsehsendungen sondern gehen zu den neuen Medien wie Twitter und Facebook.

Der freie Informationsfluss begünstigt weltweit die Entwicklung von Menschen zu mündigen Bürgern. Nun sind sie in der Lage sich unbehindert über politische Vorgänge und Gegebenheiten sowie umfassender bzw. besser zu informieren. Die freien Informationen könnten auch zur Verbesserung  der Bildung und letztendlich zur Selbsterkenntnis beitragen.

Das soziale Netzwerk “Twitter” ist eine rasant wachsende Plattform mit z. Z. ca. 800 Millionen Nutzern, welche die Möglichkeit bietet, einer großen Zahl von Abonnenten bzw. Lesern – auch Follower genannt – kurze Botschaften von einer Länge von maximal 140 Zeichen zu übermitteln. Es ist deshalb für die verschiedensten Bereiche des politischen und wirtschaftlichen Lebens von großer Bedeutung, kann aber auch für Privatleute von großem Nutzen sein.

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Twitter ist ein Machtfaktor geworden: Es wird gesagt, dass der amerikanische Präsident Obama mit Twitter seine Wahl gewonnen hat. Der neue Präsident Trump nutzt Twitter als Haupt-Informationsmedium und greift weniger auf die herkömmlichen Medien zurück.

Noch vor einigen Jahren wurden Twitterer belächelt. Nun twittert sogar der Regierungssprecher Steffen Seibert und die verschiedenen Ministerien.

Durch die freie Vernetzung wird ein Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage auf den verschiedensten Ebenen ermöglicht.

Gemäß einer mir vorliegenden Statistik sind ca. 14 % der Deutschen über 50 Jahren, 24 % der Deutschen über 30 Jahren und 70 % der Deutschen bis zu einem Alter von 30 Jahren in diesen sozialen Netzwerken angemeldet.

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Insbesondere jüngere Leute entnehmen heute ihre Informationen aus dem sozialen Netzwerk Twitter.

In den USA und in Großbritannien, wo schon länger „getwittert” wird, gibt es Twitterer mit mehreren Millionen Abonnenten. Dies wird demnächst auch in Deutschland möglich sein.

Gefahren

Je mehr Einfluss diese neuen Medien bekommen, desto wichtiger wird es auch, über die damit verbundenen Gefahren – wie z. B. die Möglichkeit der Datenschutzverletzungen und des Internet-Mobbings – aufzuklären.

Twitterer, die an der vollen Nutzung der neuen Möglichkeiten des Informationsaustausches interessiert sind, werden ihren Folgern zurückfolgen. Wer eine größere Leserschaft hat, kann nicht jeden Twitter-Freund kennen. Deshalb ist es nicht ungefährlich, wenn man private Intimitäten ins Netz stellt. Diese Informationen könnten von Kriminellen mißbraucht werden.

Jeder Nutzer sollte stets sorgfältig prüfen, welche Informationen er im Internet preisgibt. Wer Nachrichten senden will, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind, ist gut beraten, den öffentlichen Status seines Twitter-Kontos abzuändern.

Ferner kann es m. E. nicht sinnvoll sein, wenn im Twitter alle möglichen Belanglosigkeiten verbreitet werden. Vielmehr sollte sich jeder Nutzer bemühen, interessante Meldungen zu posten.


Förderung der Völkerverständigung, Humanität, freie Information und Toleranz

Die völkerverständigende Funktion von Twitter sollte nicht unterschätzt werden. Nun ist es praktisch jedem möglich, sich freundschaftlich mit Menschen aller Nationen zu verbinden und Informationen auzutauschen. Immer mehr Menschen können unzensiert Informationen beziehen und selbst verbreiten. Diese neuen Möglichkeiten sollten wir nutzen, um dem alten Traum einer Brüderschaft der Nationen, Kulturen und Menschen näher zu kommen. Durch erhöhte Transparenz und verbesserten Informationsaustausch können die Menschen freier werden und unsere Gesellschaft kann an Humanität gewinnen. Man kann voller Hoffnung sein, dass wir einem toleranteren und aufgeklärteren Zeitalter entgegengehen. Dies ist zur Erhaltung unserer Erde und für den Frieden auch dringend erforderlich.


Welche Chancen bieten sich und wie kann man sie nutzen?

Wer sich bereits in 2009 oder früher im Twitter angemeldet hat, ist im Vorteil. Je eher man sich hier etabliert, desto mehr Abonnenten bzw. Leser – auch Follower genannt – können gewonnen werden, da dies vom Zeitfaktor abhängt. Top-Twitterer (z.B in den deutschen Top-100 der Twitter-Charts) zu werden, wird aber immer schwieriger. Das bleibt heute weitgehend den großen Stars sowie den Fernsehsendern, Zeitungen und den Konzernen vorbehalten, da diese schon über eine große öffentliche Aufmerksamkeit verfügen, die sie relativ schnell mobilisieren können.

Je mehr Folger (Abonenten) man im Twitter hat, desto mehr Leute können auch die abonierten Meldungen (Tweets) lesen. Wer also keine Abonenten hat, dessen Meldungen können nur bei Benutzung von Suchbegriffen von anderen Twitterern gefunden werden.

Der Einfluss im Twitter hängt also davon ab, inwiefern man in der Lage ist, mit interessanten Themen eine Leserschaft zu gewinnen. Nur interessante Tweets werden auch von den anderen Twitterern “retweetet”, das heißt weiterverbreitet.

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Viele Menschen lassen sich durch die alten Medien nicht mehr erreichen. Bei den neuen Medien bzw. sozialen Netzwerken sollen die Informationen nicht nur vom Sender zum Empfänger fließen. Insbesondere durch ein Zurück-Folgen fließen automatisch auch Informationen zurück, was in der Praxis eine erhebliche Aufwertung und Ausweitung des Feed-Back bedeuten kann. Eine Marktforschung und Öffentlichkeitsarbeit ist so viel einfacher möglich bzw. automatisch gegeben.

Das Wahrnehmen dieser großen Chancen erfordert allerdings den Mut und die Anstrengung sich – indem man zurück folgt – auf seine Leser einzulassen. Soweit sind allerdings viele institutionelle Twitterer noch nicht. Insbesondere Prominente, staatliche Einrichtungen, Kommunen, andere Institutionen und Zeitungen scheuen oft noch die Gefahr, sich mit dem Nachfolgen in Schwierigkeiten zu bringen. Ihnen könnte der Vorwurf gemacht werden, dass sie unseriöse Freunde haben. Das sollte man m. E. aber nicht so eng sehen. Bei tausenden Lesern kann keiner erwarten, dass es sich dabei ausschließlich und immer nur um besonders Seriöse handelt. Schließlich überprüft eine Zeitung auch nicht die Zuverlässigkeit ihrer Leser.

“Echte Twitterer” im Sinne eines sozialen Netzwerkes folgen nach meiner Meinung auch zurück. Wenn man nicht gerade prominent ist, ist das Zurück-Folgen ohnehin für das Wachstum des Accounts wichtig. Wer nicht zurück folgt, von Dem trennt man sich in der Regel auch wieder nach einiger Zeit. Vielleicht hilft auch ein Blick in das Twitter- Heimatland USA: Meine “Twitter-Freunde” Barack Obama und Arnold Schwarzenegger folgten bereits vor ca. drei Jahren über 150.000 Leuten. Dabei handelte es sich auch nicht ausschließlich um geprüfte bzw. seriöse Twitter-Freunde.

Twitter bietet zahlreiche Maketing-Chancen für Betriebe. Für die eigene Homepage oder den Blog können kostenlos und regelmäßig zahlreiche Besucher gewonnen werden. Für seine Kunden kann man sich in Twitter als Experte positionieren und für eigene oder fremde Produkte bzw. Dienstleistungen kostenlos werben. Dabei sollte man sich allerdings auf die Information über das Angebot beschränken und die Leser nicht spammen. Dies ist nach den Twitter-Regeln auch nicht zulässig.

Folgendes Phänomen tritt bei Twitter auf: Je mehr Follower ein Nutzer hat, desto interessanter ist er für die Meisten. Daher gibt es viele Nutzer, die einem Twitterer nur folgen, weil er viele Follower hat.

Je mehr Follower jemand hat, desto mehr Leute können seine Nachrichten lesen und umso mehr mögliche Kunden oder Interessenten wird er als Folge dessen auch erreichen.

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(Meine Freude an Zitaten habe ich mit vielen Tausend Gleichgesinnten geteilt.)


Bericht über meine Erfahrungen von ca. acht Jahren im Netzwerk Twitter

Im März 2009 hatte ich mich angemeldet. In Twitter hatte ich über mein Leben, meine Arbeit sowie meine Lieblingszitate berichtet. Als ich mit dem “Twittern” angefangen hatte, schrieb ein junges Mädchen, dass es sich umbringen will – wovon ich sie abbringen konnte -. Ich hatte den Eindruck, dass sich hier eine wunderbare Gelegenheit für mich geboten hatte, Positives in diesem Netzwerk zum Nutzen der Anderen zu verbreiten. Dann habe ich aufbauende und inspirierende Zitate gesammelt und über Twitter verbreitet. Bisher wurde ca. 23.000 Nachrichten gepostet. Für die Zitate und für meine Antworten auf Lebensfragen sowie die Verbreitung von Hilfsaufrufen (z.B. für die Aktion Deutschland hilft) habe ich täglich Dank-Mails erhalten.

Follow SunnyRainer on Twitter

Da meine Twitter- Profile große Zuwachsraten hatten, war ich seit Juni 2009 (alle meine Profile zusammen-gerechnet) der größte Twitterer im deutschsprachigen Raum und seit September 2010 der größte Twitterer Europas mit den meisten Abonnenten bzw. Nachfolgern. Weltweit war ich – gemessen an der Anzahl der Twitter-Freunde (gegenseitiges Nachfolgen) –  auf  Platz 3. Twitter lässt nun mehrere Accounts für eine Person nicht mehr zu. Deshalb ist mein verbliebener Account “SunnyRainer”  mit ca. 271.000 Abonenten / Followern “nur” noch einer der größten deutschen Accounts:

http://twittercounter.com/pages/friends?time_zone=Berlin

Mit einigen anderen befreundeten Accounts zusammen bildet mein Account “SunnyRainer” heute auch das größte deutsche Twitter-Netzwerk (ca. 1.000.000 Leser).

Bis Mai 2010 habe ich für Unternehmen und Institutionen Twitter-Beratungen durchgeführt.

Ende April bis Anfang Mai 2010 habe ich – nach Absprache mit der Polizei mit meinen damals 380.000 Folgern und mit der Unterstützung zahlreicher weiterer Twitter-Freunde – mit Erfolg über Twitter nach dem Todesfahrer meines Sohnes gefahndet. Er hatte ihn mit seinem Transporter angefahren und sterbend liegengelassen, ohne einen Rettungswagen zu rufen. Dabei habe ich die kurzen Twitter-Fahndungstexte mit einem von mir eigens dafür eingerichteten Fahndungs-Blog verlinkt. Ich war damals selbst überrascht, was für ein mächtiges Medium dieses Netzwerk ist. Nie zuvor gab es in Deutschland bei einer Unfallflucht soviele Hinweise. Der Täter wurde nach Angaben eines Polizeisprechers aufgrund des hohen Hinweisaufkommens – nicht zuletzt durch Twitter – gefasst. Das war die erste deutsche Twitter-Fahndung. Wenn Sie darüber Einzelheiten wissen wollen, können Sie dem Link folgen:

http://fahrerflucht.wordpress.com/hinweise-zur-fahrerflucht/

(Noch werden die Vorteile des Twitter-Netzwerkes hauptsächlich von Amerikanern und Engländern genutzt.)

 

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2 Responses to Top-Twitterer / Twitter – Die neuen Medien

  1. hmmm, wish I could speak German 😉

  2. Pemba says:

    Der Spruch “Watch your thoughts…” stammt auch von Buddha.

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